Altran - Automotive, Infrastructture & Transportation

Technologische & industrielle Herausforderungen der Automobilindustrie von heute

Cosimo De Carlo stieß 2001 nach zweijähriger Tätigkeit als Forschungs- und Entwicklungsingenieur bei Daimler, Deutschland, als Consultant zu Altran.

Als Altran-Consultant war er an mehreren Luftfahrt- und Fahrzeugprojekten in Italien und Deutschland beteiligt und mit SCAN (Senior Consultant Altran-Netzwerk) arbeitete er daran, Altrans Angebote für die Automobilindustrie in Frankreich, Schweden und Deutschland zu verdichten. 

Im Juli 2005 wurde Cosimo De Carlo Business Manager für Altran Deutschland. Hier tätigte er einen wichtigen  Neuerwerb auf dem Automobilsektor, der dem Konzern einen erheblichen Anstieg des Markanteils in der regionalen Automobilwirtschaft sicherte.

Cosimo De Carlo – Head of AIT Deutschland
Cosimo De Carlo – Head of AIT Deutschland

Er eröffnete außerdem eine neue Niederlassung zur Unterstützung eines von Altran und einem seiner wichtigsten deutschen Kunden im Automobilsektor eingerichtetes strategisches Kooperationsprojekt in den Vereinigten Staaten.
2008 wurde er in den Vorstand von BERATA, einer ehemaligen Altran-Tochter, berufen und erhielt nach der Fusion des Konzerns in Deutschland im Jahr 2009 die Verantwortung für das „Automotive Operation Board“.
Seit Juli 2010 ist er zuständig für Altrans deutsche Abteilung für Fahrzeugtechnik und seit 2011 Industry Director für Automotive, Instructure & Transports.

Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen, denen sich die Automobilindustrie gegenwärtig gegenüber sieht?

The automotive industry is undergoing a major transformation as a result of  two key factors:

Die Automobilindustrie unterliegt derzeit einem großen Wandel. Dafür sind zwei Schlüsselfaktoren maßgeblich:
Der erste sind neue Trends bei der Frage nach mehr Mobilität. Ein gesteigertes Bewusstsein für den Klimawandel hat einen irreversiblen Wandel im Fahrverhalten angestoßen, der Autokäufer veranlasst, auf neue Fahrzeugsegmente umzusteigen. Der Ruck in Richtung Elektrofahrzeuge zwingt  Fahrzeughersteller, ihre Wertschöpfungsketten neu zu strukturieren und sich die notwendigen Kernkompetenzen hierfür anzueignen.

Zweitens verändert sich die Einstellung zum Fahrzeugbesitz. In einigen Ländern verliert das Auto besonders für die jüngere Generation als Statussymbol an Wert; an seine Stelle treten Hightech-Multimediageräte. Dies bringt Fahrzeughersteller dazu, sich mit innovativen Geschäftsmodellen auseinanderzusetzen, um neue Einnahmequellen aufzutun wie z.B. Telematikanwendungen, Medienabruf bei Bedarf und Konnektivitätsdienste für Fahrzeuge.

Diese neuen Geschäftsmodelle werden einen starken Einfluss auf die Zielpositionierung der Fahrzeughersteller haben. Die Fokussierung auf Mobilitätsdienste und Produkte der Automobilindustrie führen zu verstärkter Zusammenarbeit und Joint Venture-Vereinbarungen und das nicht nur auf dem Fahrzeugsektor, sondern auch außerhalb der  “klassischen” Automobilindustrie.

 

Welche Strategien setzen europäische Hersteller regional ein, um Märkte mit starkem Wachstumspotential zu erreichen (Brasilien, China, Indien usw)?

Wachstum in Schwellenländern hat zurzeit bei den europäischen Fahrzeugherstellern höchste Priorität.
Bisher hat sich die europäischen Automobilindustrie in BRIC-Ländern zur Befriedigung der Bedürfnisse einer neuen Mittelschicht beim Fahrzeugkauf auf Low-End-Produkte und zur Erfüllung der Wünsche der neuen Oberschicht in dieser Region auf in Europa hergestellte, als Statussymbol geltende Luxusmodelle und –waren konzentriert. Heute verändert sich dieser Trend und gilt auch für Produkte außerhalb dieses Segments. Außerdem wird der Wandel im Nachfrageverhalten und die Steigerung des “grünen” Bewusstseins in Schwellenländern dank neuer Entwicklungen auf politischer Ebene schneller vor sich gehen als in Europa. Der Wechsel zu Elektrofahrzeugen gewinnt in China sogar noch schneller an Dynamik als in Europa und aufgrund der Globalisierung wird die Nachfrage in BRIC-Ländern bald auf dem Niveau Europas liegen.

Das heißt, dass europäische Fahrzeughersteller globale Module entwickeln müssen, so dass für einen Markt bestimmte Bauteile schnell und kostengünstig für einen anderen Markt mit  anderen regionalen Erfordernissen umgerüstet werden können. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Auswahl des richtigen Standorts für Wertschöpfungsaktivitäten und das nicht nur für Lieferanten und Produktionsanlagen, sondern auch in Bezug auf den Transfer von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in BRIC-Länder. Befriedigung der regionalen Nachfrage und Rentabilitätssteigerung macht dies notwendig. Für weltweit agierende Untenehmen wird der Erfolg von der Qualität der Entwicklungspartner vor Ort und ihrer Fähigkeit abhängen, ihr Know-how schnell zu übertragen.

 

Wie können Altrans innovative Lösungen dazu beitragen, dass Unternehmen in der Automobilindustrie die Herausforderungen im Bereich Business-Kompetenz und Organisation/Lieferung meistern?

Altran hat als Innovationspartner der Automobilindustrie eine wichtige Funktion. Erstens ist der Konzern in mehreren Technologiefeldern Marktführer auf dem Gebiet innovativer Lösungen. Eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Partnern aus und außerhalb der Automobilbranche erfordert gründliche Kenntnisse der Technik und der Entwicklungsprozesse der entsprechenden Industrien. Da Altran branchenübergreifend tätig ist und nur Best-Practices aus unterschiedlichen Technologiebereichen und Industrien nutzt, kann der Konzern effiziente technologische und geschäftsmodellbezogene Integration sicherstellen.

Ein weiterer Kernpunkt ist Altrans weltweite Präsenz und seine Fokussierung auf den internationalen Transfer von Best Practices innerhalb einer bestimmten Branche, stets mit Blick auf regionale Kenntnisse und Kulturen. Seit vielen Jahren entwickelt Altran erfolgreich internationale Komplettprojekte, die die Fähigkeit des Konzerns unterstreichen, die notwendigen Synergien aus den unterschiedlichen Märkten zu nutzen.

Dies sind die Merkmale, die Altran zum richtigen Partner für Forschungs- und Entwicklungsprojekte  innerhalb der Kundenaktivitäten und zur schlüsselfertigen Entwicklung von „Weltautos“. Dies kann nur einem Global Player gelingen.