17/09/2012

Interview mit BMW Motorrad Werksfahrer Marco Melandri

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Auch in dieser Saison besteht weiterhin die enge Partnerschaft zwischen Altran und der Motorsportsparte von BMW Motorrad.

Bereits seit Oktober 2009 ist Altran „Official Partner of BMW Motorrad Motorsport“ und berät BMW in technischen Neuerungen und innovativen Entwicklungen, die gerade im Motorradsport den entscheidenden Vorteil bringen. Im Zuge der Partnerschaft ergab sich die Möglichkeit, mit dem Werksfahrer von BMW, Marco Melandri, zu sprechen. Marco Melandri ist einer der Fahrer von BMW Motorrad Motorsport in der Superbike Weltmeisterschaft. Der am  07. August 1982 in Ravenna geborene Italiener wechselte zur diesjährigen Saison von Yamaha zum Münchner Rennstall.

Marco Melandri startete 1997 erstmals in der 125-cm³-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft und gewann bereits in seiner Debüt-Saison die Dutch TT. In der Saison 2002 gewann er im Alter von 20 Jahren auf Aprilia als jüngster Fahrer der Geschichte den Weltmeistertitel in der 250-cm³-Klasse.

Bei seinen 207 Starts in der Motorrad-WM gelangen Marco Melandri 22 Siege, 62 Podiumsplätze, neun Pole-Positions, sowie 16 Schnellste Rennrunden. Seit der Saison 2011 fährt er in der Superbike-WM und kam gleich bei seinem Debüt in 26 Rennen auf vier Siege sowie 15 Podiumsplätze und belegte einen erfolgreichen zweiten Gesamtplatz. Auch in der aktuellen Saison ist er auf Erfolgskurs und belegt aktuell Rang zwei der Gesamtwertung.

Herr Melandri, wie kamen Sie eigentlich zu einem Job mit einem derart hohen Spaßfaktor? War dies schon immer ein Kindheitstraum von Ihnen?

Marco: Ja, seit ich zurück denken kann ist Motorradfahren ein Teil meines Lebens. Es war meine Leidenschaft und auf jeden Fall mein Traum, Motorradfahrer zu werden. Mein Vater fuhr damals zum Vergnügen Motorradrennen, und so weiß ich nicht, ob er gut war oder nicht! Die Liebe zum Motorradfahren liegt bei uns also schon lange in der Familie.  

Würden Sie sagen, dass sich das Motorradfahren seit Ihrem Einstieg verändert hat (auch in technischer Hinsicht)?

Marco: Ja, es hat sich viel getan. Der Sport hat heutzutage sehr viel mehr Geld zur Verfügung und die Atmosphäre an den Rennstrecken hat sich verändert. Anfangs war der Rennzirkus eher klein und daher sehr familiär, jetzt ist er viel größer und professioneller. Es gibt auch jede Menge technische Veränderungen an den Motorrädern. Die Elektronik hat heute deutlich mehr Einfluss als noch vor 10 Jahren. Auf jeden Fall sind die Motorräder heute schneller und auch sicherer geworden. Ich kann mir in heutiger Zeit gar kein Motorrad mehr ohne Elektronik vorstellen, die Entwicklung ist einfach unglaublich.

Welche technische Innovation der vergangenen Jahre hat Ihr Fahrerlebnis und die Performance des Motorrades spürbar gesteigert?

Marco: Die absolut größte Steigerung liegt in der Elektronik. Zwar haben sich auch das Fahrwerk, der Motor und die Reifen verändert, aber die Elektronik gibt dem Fahrer ein völlig neues Fahrgefühl.

Gibt es schon Ideen für die nächsten Entwicklungen, auf die Sie sich freuen?

Marco: Nein, ich bin kein Ingenieur und habe deshalb keine Ahnung, auf welchem Stand die Technik in zwei bis drei Jahren sein wird! Ich lasse mich in Sachen Elektronik überraschen, was die Experten von BMW und Altran zukünftig entwickeln werden. Ich bin mir jedoch sicher, dass sie erneut die besten technischen Voraussetzungen schaffen werden, um bei der WM ganz weit vorne mitzufahren.